Unternehmer gibt Preis zurück: Greenwashing-Event der WKO unterbrochen

von Dez. 1, 2022Pressemitteilungen

Wien, 30.11.2022 – Vor einem Jahr hat der Unternehmer Dr. Norbert Mayr den Energy Globe Wien Award für das CO2-neutrale Wohnquartier MGG22 gewonnen – nun gab er diesen bei der Eröffnung der heurigen Energy-Globe-Award-Verleihung zurück. Während der Rede des ehemaligen WKO-Präsidenten Christoph Leitl betrat er die Bühne, um seine Urkunde zurückzugeben.

Mayr sagt: „Ich fühle mich für ein peinliches Greenwashing der WKO benutzt. Die WKO blockiert seit Jahren effektive Klimaschutzmaßnahmen, sie bekämpft zukunftsorientierte Entscheidungen wie die Absage des fossilen Großprojekts Lobautunnel durch Ministerin Gewessler. Die WKO lobbyiert aggressiv für die klimafeindliche Realisierung dieser Autobahn und für die Verbauung der landwirtschaftlichen Flächen, für einen auch raumordnerisch schädlichen Speckgürtel. Die WKO ist wesentlich mitverantwortlich für Österreichs Abhängkeit von Putins Gas und bremst eine konsequente Energie- und Mobiltätswende, während sie sich einen grünen Anstrich zu geben versucht.“

Wehrt euch gegen diesen unverantwortlichen Stillstand in eurer Berufsvertretung!

– sagt Norbert Mayr zu ähnlich zukunftsorientiert denkenden Kolleg:innen

„Wir leben in Zeiten einer akuten, sich stetig zuschärfenden Klimakrise, Österreich hat seine CO2-Emissionen seit 1990 nicht gesenkt und verstößt gegen das Pariser Übereinkommen von 2015. Es braucht jetzt tiefgreifende Veränderung statt Weiter-Wie-Bisher. Events wie die heutige Preisverleihung sollen nur davon ablenken, dass die WKO dringend nötige Maßnahmen zu blockieren versucht“, so der Unternehmer weiter. „Und deshalb gebe ich den Preis, den ich letztes Jahr erhalten habe, heute zurück. Von einer Organisation, die sich Klimaschutz auf die Fahnen schreibt, aber gleichzeitig noch immer für Öl und Gas lobbyiert, kann ich keinen Preis akzeptieren.“

Norbert Mayr, der bei verschiedenen WKO-Fachverbänden Mitglied war, sagt zu ähnlich zukunftsorientiert denkenden Kolleg:innen:“ Wehrt euch gegen diesen unverantwortlichen Stillstand in eurer Berufsvertretung!“

Unternehmer gibt Preis zurück: #Greenwashing-Event der #WKO unterbrochen

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Letzte Generation beendet Proteste in Österreich – wir machen weiter

Letzte Generation beendet Proteste in Österreich – wir machen weiter

Statement von Extinction Rebellion Österreich zum Ende der Proteste der Letzten Generation

Die Letzte Generation Österreich hat heute das Ende ihre Proteste verkündet. Wir waren und sind solidarisch mit den Menschen der Letzten Generation, verstehen den konsequenten Schritt, den sie gegangen sind und danken den Menschen, die unter schwierigen Bedingungen große Opfer gebracht haben, um die Menschen vor der Klimakatastrophe zu schützen. Wir fühlen die Frustration der letzten Generation gegenüber einer ignoranten und gemeingefährlichen Politik und die Traurigkeit über die Apathie in großen Teilen der Gesellschaft.

Extinction Rebellion wird weitermachen, auch mit Protesten gewaltfreien zivilen Ungehorsams in vielfältigen Aktionsformaten. Wir werden den Protest weiterhin zu Entschiedungsträger:innen und Verursacher:innen der eskalierenden Klimakrise tragen.

Auf die Frage, ob wir nun die Aktivist:innen der Letzten Generation aufnehmen werden, antworten wir: Ob das eine Option ist, liegt zunächst ja bei den Menschen der Letzten Generation. Wir werden sicher viele Gespräche führen und sind offen für neue Verbindungen und Ideen. Wir sehen uns grundsätzlich als Teil einer gemeinsamen Klimabewegung, die verschiedene Ansätzen hat, aber das Gleiche will. Wo wir kooperieren können, werden wir kooperieren.

Klimaprotestgruppen blockieren Linz erneut: Letzte Generation und Extinction Rebellion in erneutem Protest gegen umstrittenes A26-Projekt

Klimaprotestgruppen blockieren Linz erneut: Letzte Generation und Extinction Rebellion in erneutem Protest gegen umstrittenes A26-Projekt

Nach der gestrigen Blockade der Waldeggstraße blockierten heute am Dienstagmorgen gleich zwei Klimaprotestgruppen (Extinction Rebellion (XR) und die Letzte Generation) erneut mehrere zentrale Verkehrswege in Linz. Diesmal wurden an den Bimstationen entlang die Wienerstraße stadteinwärts an folgenden Orten blockiert: Turmstraße, Herz Jesu, Wifi, Union Kreuzung und Neue Welt. Beginn der Aktion war um 6:30 Uhr. Die Proteste fanden an insgesamt fünf zentralen Orten statt, wobei eine Gruppe Leuchtwesten und Banner trug, die andere ein Holzgerüst und weitere Utensilien als Blockadeelemente verwendete. Die Botschaften auf den Bannern lauteten unter anderem „Verkehrschaos in der Stadt wird bald normal“ und „Smells like A26 Stau“.

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