Aufruf zu zivilem Ungehorsam – Extinction Rebellion mobilisiert in Dornbirner Innenstadt

von Okt. 28, 2023Allgemein

Eine spektakuläre Mobilisierungsaktion sorgte am Samstag-vormittag auf dem Marktplatz in Dornbirn für großes Aufsehen: Aktivist*innen der Klimaschutz-organisation Extinction Rebellion (XR) kletterten auf zwei Laternen und entrollten ein Banner, auf dem sie eine Demonstration beim Vorarlberger Landhaus in Bregenz ankündigten: „15.11.23 – 12:30 Landhaus Bregenz, Gemeinsam gegen die Tunnelspinne“ war auf dem sechs Meter langen Banner zu lesen. Weitere Menschen verteilten Flyer und informierten über den geplanten Protest in zwei Wochen.

Nach Monaten von Dialogen, Demonstrationen und Protesten ändert Extinction Rebellion (XR) Vorarlberg damit die Strategie im Kampf gegen den umstrittenen Bau des Stadttunnels. Erstmals überhaupt ruft XR in Ös-terreich öffentlich zu einer unangemeldeten Demonstration und damit zu zivilem Ungehorsam auf. Während der nächsten Landtagssitzung soll mittels eines Sitzstreiks der Eingang des Landhauses in Bregenz von möglichst vielen Menschen blockiert werden. Wie die Behörden mit der neuen Taktik umgehen werden, bleibt abzuwarten.


Es ist die Fortsetzung einer monatelangen Kampagne mit spektakulären Aktionen gegen die Tunnelspinne und die S18. So blockierten Aktivist:innen bereits mehrfach das Landhaus mit kreativen Aktionen friedlichen zivilen Ungehorsams, demonstrierten gemeinsam mit verschiedensten Gegner:innen des Projekts, setzten mittels In-formationsoffensiven auf dem Wochenmarkt auf den Dialog und Austausch mit betroffenen Bürger:innen und unterbrachen im Bregenzer Festspielhaus die Auszeichnung Feldkirchs als besonders klimafreundliche e5-Gemeinde. Die Dynamik der vergangenen Wochen und Monate zeigte: Große Teile der Zivilgesellschaft in Vorarlberg unterstützen die Proteste gegen die Tunnelspinne.


Extinction Rebellion wendet sich nun an alle Menschen in Vorarlberg, die gegen das Projekt Tunnelspinne und für einen Kurswechsel in der Klimapolitik sind. XR ruft zur Teilnahme an dem Sitzstreik und zur solidarischen und aktiven Beteiligung an der Politik auf. Christian Alther von Extinction Rebellion erklärt dazu: „Wir wagen den Schritt einer öffentlich angekündigten Aktion des zivilen Ungehorsams zum ersten Mal in Vorarlberg. Die Proteste der letzten Wochen haben gezeigt, dass das Projekt nicht in Stein gemeisselt ist. Jetzt ist die Zeit, den Protest für alle zugänglich zu machen und mit einer breiten Masse von Menschen ein Zeichen zu setzen!“, und weiter: „Dies ist mit einem gewissen Risiko verbunden, da damit auch die Behörden bereits im Voraus Bescheid wissen und sich vorbereiten können. Dieses müssen wir aber eingehen, damit wir die Kraft des Protests verstärken können.“

 

Bildmaterial der Aktion finden Sie hier: https://cloud.xrebellion.at/index.php/s/t5iAWNi6zCzizj4

Pressekontakt:

Christian Alther
+41799350827

 

Letzte Generation beendet Proteste in Österreich – wir machen weiter

Letzte Generation beendet Proteste in Österreich – wir machen weiter

Statement von Extinction Rebellion Österreich zum Ende der Proteste der Letzten Generation

Die Letzte Generation Österreich hat heute das Ende ihre Proteste verkündet. Wir waren und sind solidarisch mit den Menschen der Letzten Generation, verstehen den konsequenten Schritt, den sie gegangen sind und danken den Menschen, die unter schwierigen Bedingungen große Opfer gebracht haben, um die Menschen vor der Klimakatastrophe zu schützen. Wir fühlen die Frustration der letzten Generation gegenüber einer ignoranten und gemeingefährlichen Politik und die Traurigkeit über die Apathie in großen Teilen der Gesellschaft.

Extinction Rebellion wird weitermachen, auch mit Protesten gewaltfreien zivilen Ungehorsams in vielfältigen Aktionsformaten. Wir werden den Protest weiterhin zu Entschiedungsträger:innen und Verursacher:innen der eskalierenden Klimakrise tragen.

Auf die Frage, ob wir nun die Aktivist:innen der Letzten Generation aufnehmen werden, antworten wir: Ob das eine Option ist, liegt zunächst ja bei den Menschen der Letzten Generation. Wir werden sicher viele Gespräche führen und sind offen für neue Verbindungen und Ideen. Wir sehen uns grundsätzlich als Teil einer gemeinsamen Klimabewegung, die verschiedene Ansätzen hat, aber das Gleiche will. Wo wir kooperieren können, werden wir kooperieren.

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