Gewaltloser Ungehorsam gegen die A26 in Linz: Extinction Rebellion errichtet Straßenblockade an der Unteren Donaulände

von Aug. 29, 2025Pressemitteilungen

Gewaltloser Ungehorsam gegen die A26 in Linz: Extinction Rebellion errichtet Straßenblockade an der Unteren Donaulände

Linz. Soeben (08:00) haben ca. 25 Aktivist:innen von Extinction Rebellion (XR) an der Unteren Donaulände eine Straßenblockade errichtet. Dort, wo sich der Morgenverkehr jetzt staut, haben die XR-Aktivist:innen bei der Fußgängerbrücke ein großes Banner quer über der Straße entrollt, auf dem steht: „Mehr Stau durch A26-Bau“. Im Morgenverkehr hat sich bis jetzt ein schnell wachsender Stau gebildet. Die Aktion lief bisher schnell und vollkommen gewaltfrei ab, also XR-typisch. Die Polizei ist bereits vor Ort.

Mit dieser Blockade will XR OÖ die Regierung und alle Linzer:innen darauf aufmerksam machen, welche verheerenden Folgen der geplante weitere Bau der A26 haben würde. Nach der vollendeten Donautalbrücke soll nun der umstrittene Freinbergtunnel folgen. Aktivistin Maria (51, Sozialarbeiterin) erklärt: „Hier wird zwar aktuell kurzzeitig Stau ausgelöst – aber würde die A26 gebaut, wäre der Verkehr in den meisten Straßen deutlich mehr, teilweise sogar verdoppelt.“ Darüber hinaus verursacht der Bau der Autobahn horrende Treibhausgasemissionen, Kosten von mindestens einer Milliarde Euro Steuergelder und große Teile des Naherholungsgebiets Freinberg und Froschberg würden zerstört.

Der sich zurecht erhebende Unmut in der Bevölkerung gegen dieses Mega-Bauprojekt wurde bisher von der Politik ignoriert. Die von über 7 000 Linzern und Linzerinnen unterzeichnete Bürger:inneninitiative „Ja! Zum Grüngürtel“ wurde von Bürgermeister Dietmar Prammer und dem Gemeinderat abgelehnt. Damit wurde eine Volksbefragung zu Bauprojekten wie der A26 verhindert und demokratische Teilhabe im Keim erstickt.

Inzwischen haben sich zwei Aktivist:innen von der Banner-geschmückten Fußgängerbrücke abgeseilt. DI Dr. Mirko Javurek (Scientists for Future OÖ) stellt fest: „In Zeiten von Klimakrise und Budgetkürzungen ein solches Projekt voranzutreiben, steht sämtlichen Grundsätzen für eine nachhaltige, zukunftstaugliche Entwicklung von Linz entgegen.“ Paul (21, Mathematik-Student) ergänzt: „Wir werden nicht aufhören, uns einzusetzen, bis die Politik endlich zuhört.“

Als Reaktion auf den XR-Protest am 3. Juni mit einer Straßenblockade am Hinsenkampplatz forderte Vbgm. Hajart, stattdessen den Dialog zu suchen. Verkehrslandesrat Steinkellner verweist auf „andere Mittel, die die Demokratie bietet, um Meinungen und Forderungen zum Ausdruck zu bringen“. Genau diese werden jedoch verwehrt, indem die Volksbefragung abgewiesen wurde. Ein XR-Protest am 7. Juli 2025, der in der Fußgängerzone der Innenstadt stattfand, wurde von den Medien im Gegensatz zu den Straßenblockaden weitgehend ignoriert. „Wer nicht stört, wird nicht gehört“ hat sich dadurch leider einmal mehr bewahrheitet.


Quellen:

https://www.meinbezirk.at/linz/c-politik/stadt-linz-lehnt-antrag-auf-volksbefragung-zum-schutz-des-gruenguertels-ab_a7319277

https://volksbefragung-linz.at/presse-2/

https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/freinbergtunnel-wie-die-a26-in-linz-das-urmeer-durchquert;art4,4071698

https://www.verkehrswende-jetzt.at/presse/a26-offener-brief-bm-hanke/

https://www.nachrichten.at/oberoesterreich/linz/protestaktion-von-aktivisten-sorgte-fuer-stau-auf-der-nibelungenbruecke;art66,4056935

Letzte Generation beendet Proteste in Österreich – wir machen weiter

Letzte Generation beendet Proteste in Österreich – wir machen weiter

Statement von Extinction Rebellion Österreich zum Ende der Proteste der Letzten Generation

Die Letzte Generation Österreich hat heute das Ende ihre Proteste verkündet. Wir waren und sind solidarisch mit den Menschen der Letzten Generation, verstehen den konsequenten Schritt, den sie gegangen sind und danken den Menschen, die unter schwierigen Bedingungen große Opfer gebracht haben, um die Menschen vor der Klimakatastrophe zu schützen. Wir fühlen die Frustration der letzten Generation gegenüber einer ignoranten und gemeingefährlichen Politik und die Traurigkeit über die Apathie in großen Teilen der Gesellschaft.

Extinction Rebellion wird weitermachen, auch mit Protesten gewaltfreien zivilen Ungehorsams in vielfältigen Aktionsformaten. Wir werden den Protest weiterhin zu Entschiedungsträger:innen und Verursacher:innen der eskalierenden Klimakrise tragen.

Auf die Frage, ob wir nun die Aktivist:innen der Letzten Generation aufnehmen werden, antworten wir: Ob das eine Option ist, liegt zunächst ja bei den Menschen der Letzten Generation. Wir werden sicher viele Gespräche führen und sind offen für neue Verbindungen und Ideen. Wir sehen uns grundsätzlich als Teil einer gemeinsamen Klimabewegung, die verschiedene Ansätzen hat, aber das Gleiche will. Wo wir kooperieren können, werden wir kooperieren.

Klimaprotestgruppen blockieren Linz erneut: Letzte Generation und Extinction Rebellion in erneutem Protest gegen umstrittenes A26-Projekt

Klimaprotestgruppen blockieren Linz erneut: Letzte Generation und Extinction Rebellion in erneutem Protest gegen umstrittenes A26-Projekt

Nach der gestrigen Blockade der Waldeggstraße blockierten heute am Dienstagmorgen gleich zwei Klimaprotestgruppen (Extinction Rebellion (XR) und die Letzte Generation) erneut mehrere zentrale Verkehrswege in Linz. Diesmal wurden an den Bimstationen entlang die Wienerstraße stadteinwärts an folgenden Orten blockiert: Turmstraße, Herz Jesu, Wifi, Union Kreuzung und Neue Welt. Beginn der Aktion war um 6:30 Uhr. Die Proteste fanden an insgesamt fünf zentralen Orten statt, wobei eine Gruppe Leuchtwesten und Banner trug, die andere ein Holzgerüst und weitere Utensilien als Blockadeelemente verwendete. Die Botschaften auf den Bannern lauteten unter anderem „Verkehrschaos in der Stadt wird bald normal“ und „Smells like A26 Stau“.

Protest in Linz – Millardengrab A26 in Linz wird doppelt so teuer und gefährdet Gesundheit und Zukunft der Menschen

Protest in Linz – Millardengrab A26 in Linz wird doppelt so teuer und gefährdet Gesundheit und Zukunft der Menschen

Am Montagmorgen blockierte die Klimabewegung Extinction Rebellion (XR) unangemeldet die Waldeggstraße in Linz. Es wird mit mehreren Festnahmen gerechnet. Der Protest richtete sich gegen den geplanten Bau der A26. Mit einem großen Holzgerüst, auf das eine Person kletterte, wurde die halbe Fahrbahn blockiert. Zusätzlich ketteten sich mehrere Menschen am Boden daran fest. Auf Bannern war zu lesen: „Hier wird Ihre Zukunft verbaut“ und „Smells like A26 Stau“.

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