Genug ist genug! – Klimakrise ist Patriarchatskrise – Extinction Rebellion verziert zum feministischen Kampftag Skulpturen in Vorarlberg

von März 8, 2026Allgemein, Pressemitteilungen

„Enough is Enough“ – „Genug ist Genug“ rufen uns zahlreiche Statuen in Vorarlberg heute am feministischen Kampftag zu. In Bregenz, Feldkirch und Dornbirn haben am 8. März Aktivist*innen von Extinction Rebellion in den frühen Morgenstunden etliche Statuen und Denkmäler umgestaltet um auf den Kampf gegen männliche Dominanz hinzuweisen. Mit Wäscheständern, Augenbinden und Sprüchen wie „Genug vom Klimasünder – reiche Männer* sorgen für CO₂-Emissionen“, „Genug von Ehre – wo beginnt Verantwortung?“ oder „Genug hingepisst – das Patriarchat stinkt“ entlarven das Patriarchat als Treiber der Klimakrise. Die parodistischen Ergänzungen an Kunstobjekten im Ländle symbolisierten die ungleiche Rollenverteilung und fragten: Wer profitiert von Ausbeutung – und wer zahlt den Preis?

Mit dieser Aktion unterstützt Extinction Rebellion die Initiative Frauen.Zukunft.mitanand, die am 9. März von 12:00–14:00 Uhr am Brunnen in Dornbirn zum Frauen*streik aufruft. Das Motto ist: „Wir haben genug!“. Der Streik richtet sich u.a. gegen Gewalt an Frauen, sexuelle Belästigung, Lohnungungleichheit und Hass gegen Frauen im Netz als Folgen des patriarchalischen Systems. Mehr dazu: https://www.instagram.com/frauen.zukunft.mitanand/

Lester Soyza von Extinction Rebellion erklärt: „Klimagerechtigkeit bedeutet, patriarchale Unterdrückung zu überwinden. Die Ausbeutung von Natur und Menschen entspringt denselben Strukturen: Care-Arbeit wird abgewertet, weibliche und queere Körper kontrolliert – während wohlhabende Männer* die Klimakrise vorantreiben.“*

Wissenschaftliche Studien1 bestätigen: Frauen – besonders im Globalen Süden – tragen die Hauptlast der Klimakrise*, sind aber in Führungspositionen der fossilen Industrie kaum vertreten. „In Vorarlberg wird das System sichtbar“, so Aktivist Nils: „Mit 20 % Lohnlücke(Schlusslicht im Bundesländervergleich), Kürzungen im Sozialbereich und anhaltender Gewalt gegen Frauen wird klar: Wer soziale Sicherheit dem Profit opfert, verschärft nicht nur Ungerechtigkeit, sondern auch die Klimakrise. Resilienz entsteht durch Gerechtigkeit – nicht durch Ausgrenzung.“


  1. James, R., Lyons, K., McKay, P., Konia, R., Lionata, H., & Butt, N. (2023). When solutions to the climate and biodiversity crises ignore gender, they harm society and the planet. Biological Conservation, 287, 110308. https://doi.org/10.1016/j.biocon.2023.110308 ↩︎
Letzte Generation beendet Proteste in Österreich – wir machen weiter

Letzte Generation beendet Proteste in Österreich – wir machen weiter

Statement von Extinction Rebellion Österreich zum Ende der Proteste der Letzten Generation

Die Letzte Generation Österreich hat heute das Ende ihre Proteste verkündet. Wir waren und sind solidarisch mit den Menschen der Letzten Generation, verstehen den konsequenten Schritt, den sie gegangen sind und danken den Menschen, die unter schwierigen Bedingungen große Opfer gebracht haben, um die Menschen vor der Klimakatastrophe zu schützen. Wir fühlen die Frustration der letzten Generation gegenüber einer ignoranten und gemeingefährlichen Politik und die Traurigkeit über die Apathie in großen Teilen der Gesellschaft.

Extinction Rebellion wird weitermachen, auch mit Protesten gewaltfreien zivilen Ungehorsams in vielfältigen Aktionsformaten. Wir werden den Protest weiterhin zu Entschiedungsträger:innen und Verursacher:innen der eskalierenden Klimakrise tragen.

Auf die Frage, ob wir nun die Aktivist:innen der Letzten Generation aufnehmen werden, antworten wir: Ob das eine Option ist, liegt zunächst ja bei den Menschen der Letzten Generation. Wir werden sicher viele Gespräche führen und sind offen für neue Verbindungen und Ideen. Wir sehen uns grundsätzlich als Teil einer gemeinsamen Klimabewegung, die verschiedene Ansätzen hat, aber das Gleiche will. Wo wir kooperieren können, werden wir kooperieren.

Klimaprotestgruppen blockieren Linz erneut: Letzte Generation und Extinction Rebellion in erneutem Protest gegen umstrittenes A26-Projekt

Klimaprotestgruppen blockieren Linz erneut: Letzte Generation und Extinction Rebellion in erneutem Protest gegen umstrittenes A26-Projekt

Nach der gestrigen Blockade der Waldeggstraße blockierten heute am Dienstagmorgen gleich zwei Klimaprotestgruppen (Extinction Rebellion (XR) und die Letzte Generation) erneut mehrere zentrale Verkehrswege in Linz. Diesmal wurden an den Bimstationen entlang die Wienerstraße stadteinwärts an folgenden Orten blockiert: Turmstraße, Herz Jesu, Wifi, Union Kreuzung und Neue Welt. Beginn der Aktion war um 6:30 Uhr. Die Proteste fanden an insgesamt fünf zentralen Orten statt, wobei eine Gruppe Leuchtwesten und Banner trug, die andere ein Holzgerüst und weitere Utensilien als Blockadeelemente verwendete. Die Botschaften auf den Bannern lauteten unter anderem „Verkehrschaos in der Stadt wird bald normal“ und „Smells like A26 Stau“.

Protest in Linz – Millardengrab A26 in Linz wird doppelt so teuer und gefährdet Gesundheit und Zukunft der Menschen

Protest in Linz – Millardengrab A26 in Linz wird doppelt so teuer und gefährdet Gesundheit und Zukunft der Menschen

Am Montagmorgen blockierte die Klimabewegung Extinction Rebellion (XR) unangemeldet die Waldeggstraße in Linz. Es wird mit mehreren Festnahmen gerechnet. Der Protest richtete sich gegen den geplanten Bau der A26. Mit einem großen Holzgerüst, auf das eine Person kletterte, wurde die halbe Fahrbahn blockiert. Zusätzlich ketteten sich mehrere Menschen am Boden daran fest. Auf Bannern war zu lesen: „Hier wird Ihre Zukunft verbaut“ und „Smells like A26 Stau“.

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