ALLE GEMEINSAM GEGEN DIE TUNNELSPINNE!

Am 15. November findet die nächste Landtagssitzung statt. Dort machen wir Druck auf die Landesregierung und fordern gemeinsam den Stopp der Tunnelspinne. Fakt ist: Wir müssen stören, um endlich gehört zu werden. 

Stell dir vor, alle Menschen aus Vorarlberg, die für Klimaschutz und gegen die Tunnelspinne sind, kommen gemeinsam vor das Landhaus, setzen sich hin und gehen nicht weg.
Stell dir vor, wir setzen gemeinsam und solidarisch – alleine mit unserer Anwesenheit und mit unserem Körper – ein Zeichen gegen diesen Tunnelbau.

Zum ersten Mal starten wir in Vorarlberg eine angekündigte Aktion des zivilen Ungehorsams. Dies kann nur gelingen, wenn wir wirklich viele Menschen sind, die die Regierung nicht ignorieren kann.

Zum ersten Mal setzen wir dabei ausschließlich auf die Menge an Menschen – ohne komplexe Blockadeelemente, ohne zehrende und komplizierte Planung. Es fehlt die Zeit dafür, wir müssen jetzt alle aktiv werden und uns in unseren Beziehungen und Netzwerken zusammenschliessen, um Großes zu erreichen. 

Die Tunnelspinne, ein Slogan der Ablenkung

Versprochen wird die “ersehnte Entlastung” durch den Stadttunnel in Feldkirch, begleitet von dem Versprechen einer nachhaltigen Emissionsreduktion. Klingt gut, oder? Aber halt, Moment mal! Dies ist nichts als eine verlogene Farce! Keine einzige Studie belegt, dass zusätzlicher Straßenbau Staus ausmerzt. Nein, im Gegenteil! Das von Wissenschaftler:innen enthüllte Phänomen des “Induzierten Nachfrage-Effekts” beweist: Mehr Straßen bedeuten mehr Autos und somit mehr Verkehr[1]. Es wird Zeit, endlich in eine tatsächlich nachhaltige Mobilität der Zukunft zu investieren. Die Lösungen liegen vor uns – wir müssen sie nur nutzen!

Wir fordern die Verkehrswende! Es muss möglich sein, dass der Lebensalltag einfach und schnell mit den öffentlichen Verkehrsmitteln für uns alle möglich ist. 

 

Achtung! Was wir definitiv NICHT brauchen, ist ein fossiles Megaprojekt, das nicht nur den Ausbau des umweltverschmutzenden Autoverkehrs befördert, sondern auch eine groteske Ressourcenverschwendung darstellt.

Eine riesige Menge Energie und Beton fließt in dieses Tunnelmonster – und übrigens, Beton ist ein heimlicher Klimakiller! Jene über 33 Milliarden Tonnen Beton, die jährlich produziert werden, machen satte 10% der globalen CO2-Emissionen aus[3]. Und während die Verantwortlichen dies ignorieren, verspielen sie unsere Lebensgrundlagen!

Wer trägt die Verantwortung für diese Absurdität? Das Spiel der Regierung gegen das Klima geht weiter! Wo bleibt der versprochene Wandel in der Mobilität, um unsere Klimaziele zu erreichen? Nicht nur aus ökologischer Sicht, sondern auch aus einem Gerechtigkeitsanspruch heraus müssen wir fragen: Wem gehört unsere Stadt und unser Raum? Wieso verwehrt man uns eine gleichberechtigte Teilnahme an Mobilität?

Die Vorarlberger Regierung lässt verlauten, Mobilität sei ein “Grundbedürfnis der Menschen” und betont die Wichtigkeit des Klimaschutzes[4]. Doch ihre eigenen Aktionen sprechen eine andere Sprache. Das Versprechen des “guten Zusammenwirkens der Verkehrssysteme” und des Ausbaus des “Umweltverbundes” wird durch Ignoranz und Förderung eines umweltschädlichen Projekts konterkariert. Eine Regierung, die ihre Bürger:innen ernst nehmen sollte, versäumt es aktuell, für unsere Zukunft zu handeln.

Zeit, dass die Regierung sich an ihre eigenen Worte erinnert!

Hier sind einige Schritte, die längst überfällig sind[2]:

  1. Stärkung des öffentlichen Verkehrs: Keine halben Sachen mehr!
  2. Umdenken bei der ÖPNV-Finanzierung: Mobilität darf keine Luxusware sein!
  3. Rad- und Fußwege ausbauen, keine leeren Versprechungen!
  4. Technologie und soziale Innovationen fördern, um umweltfreundliche Mobilität voranzutreiben!

Klimanotfall heißt Tunnelspinne stoppen

Warum stecken wir Gelder in die Tunnelspinne, die unsere Klimaziele gefährdet?

Wer trägt die Verantwortung für die Klimakrise?

Wer sollte für die Folgen der Klimakrise zur Verantwortung gezogen werden?

Klimanotstand heißt handeln, Tunnelspinne stoppen – aber unsere Regierung schweigt!

Die EU hat ihre Klimaneutralitäts-Vision bis 2050 verkündet, und somit auch Österreich. Doch was tut unsere Regierung? Nur heiße Luft und leere Versprechungen! “Fit for 55” heißt die Devise, bis 2030 müssen die Emissionen um 55% sinken[5]. Um diese Klimaziele zu erreichen, müssen in Österreich die Emissionen des Verkehrssektors im Vergleich zu heute um 76 Prozent verringert werden [7]- dafür sind politische Lösungen gefordert [6]. Währenddessen lässt die Tunnelspinne weitere Wege zur Zerstörung unserer aller Lebensgrundlagen entstehen. Dabei müssten wir genau das reduzieren, um unsere Klimaziele zu retten!

Die Regierung schläft am Steuer, während die CO2-Alarmglocken läuten! PKWs sind Österreichs Emissionsschleudern Nr. 1 und statt abzubremsen, geben sie Vollgas! Seit 2010 kletterten Vorarlbergs Treibhausgasemissionen um fast 10%[8]. Der VCÖ (Verkehrsclub Österreich) appelliert vergeblich: Lasst die Autos stehen, springt in den ÖPNV! In Wien nutzen 71% der Leute häufig die Öffis, doch in Vorarlberg? Kümmerliche 29%. Aber was tut unsere Regierung? Sie verschwendet Milliarden für Straßen, die mehr Autos anlocken, anstatt die Weichen für eine Verkehrswende zu stellen.

Daher unsere Forderung: Stoppt den Straßenbau, hört auf, das Autofahren zu befeuern! Doch die Regierung? Macht sich taub, als würde unser Klimanotstand nicht existieren![9].

 

Der „Masterplan“ Mobilität der österreichischen Bundesregierung fordert gar, dass die Zahl der Wege von aktuell 60% durch PKWs auf 60% in den Umweltverbund verlagert wird[10]. Das funktioniert nicht über den Bau der Tunnelspinne!

Klimanotstand? Auch in Vorarlberg längst ausgerufen [11]. Klingt gut, oder? Nur ist die Realität ein Schatten dieser Worte. Ein Maßnahmenpaket? Klingt nach einem heldenhaften Einsatz fürs Klima. Aber im gleichen Atemzug wird die Tunnelspinnen finanziert, dessen Klimakosten unsere Zukunft zunichtemachen. Ein Hohn, oder nicht?

Unsere Regierung spielt Roulette mit unserem Klima, während wir alle zahlen! Klimaziele? Ein Witz! Seit 1990 fiel Österreich bei jedem durch, und die Rechnung? Bereits 400 Millionen Euro für die verfehlten Kyotoziele 2012! Und wenn sich nicht schnell was ändert, drohen uns Strafen von über 9 Milliarden Euro. Der Verkehr, der munter wächst, verpestet die Luft und verursacht fast 40% der Emissionen[12]. 

Und als ob das nicht genug wäre, drückt die Regierung das Gaspedal auf die Kosten: Das Tunnelmonster wird zur Geldvernichtungsmaschine! 260 bis 275 Millionen Euro? Pah! Jetzt sprechen die Verantwortlichen von 300 Millionen Euro – und Gerüchte raunen sogar von einer halben Milliarde[13]. Das ist Geld, das wir in eine Zukunft ohne Klimakrise investieren sollten! Bildung, Soziales, umweltfreundliche Mobilität, Klimafolgenbekämpfung – alles bleibt auf der Strecke!

Doch damit nicht genug, selbst in Österreich bereits angekommen: Hitzewellen, Fluten, Brände, Starkregen – das ist erst der Anfang [14]. Die Regierung? Taub für unsere Hilferufe! Unsere Lebensgrundlagen sind in Gefahr, während sie untätig zuschaut!

Quellen

[1] https://www.vcd.org/artikel/mehr-strassen-gleich-mehr-autoverkehr#:~:text=%E2%80%9EWer%20Stra%C3%9Fen%20s%C3%A4t%2C%20wird%20Verkehr%20ernten%E2%80%9C%20%E2%80%93%20seit%20rund,gebaute%20Stra%C3%9Fe%20mehr%20Autoverkehr%20verursacht

[2]https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/376/publikationen/2020_pp_verkehrswende_fuer_alle_bf_02.pdf

[3] https://schrotundkorn.de/umwelt/warum-beton-die-klimakrise-zementiert

[4] 42363506-5c70-d126-c847-d72c13a6e0c3 (vorarlberg.at)

[5] „Fit für 55“ – Der EU-Plan für den grünen Wandel – Consilium (europa.eu)

[6] https://www.umweltbildung.at/praxismaterial/verkehr-als-klimaschutzproblem-auch-in-oesterreich

[7] https://vcoe.at/news/details/mehr-klimaschutz-im-verkehr-bringt-vielfachen-nutzen#:~:text=Um%20die%20Klimaziele%20f%C3%BCr%20das,bringt%20h%C3%B6here%20Unabh%C3%A4ngigkeit%20von%20Energieimporten.)

[8] GLOBAL 2000-Klimareport: Nur schwacher Rückgang von Treibhausgasemissionen in Vorarlberg | GLOBAL 2000, 15.09.2020 (ots.at)

[9] https://www.derstandard.at/story/2000129154966/oesterreichs-klimaziele-nur-mit-mehr-oeffi-verkehr-erreichbar

[10] https://www.bmk.gv.at/themen/mobilitaet/mobilitaetsmasterplan/mmp2030.html

[11] https://vorarlberg.orf.at/stories/3003146/

[12] Klimaschutzstrategie: Österreich zahlt 9 Mrd. Strafe für verfehlte Klimaziele (kontrast.at)

[13] Kostenexplosion befürchtet: Baustopp von Feldkircher Stadttunnel gefordert – V+ — VOL.AT, Kostenexplosion – Stadttunnel Feldkirch über 300-Mio.-Euro-Grenze | krone.at

[14] Hochwasser in Österreich: Einfach unvorstellbar | ZEIT ONLINE

 

Baukostenrechner Österr. Nationalbank:

Baupreis- und Baukostenindex (oenb.at)